Ihr Einstieg

Die Diagnose Krebs verändert häufig das ganze Leben. Sie hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Psyche und die Lebensqualität. Studien zeigen, dass ein gesunder Lebensstil während der Behandlung und in der Nachsorge sehr hilfreich sein kann und dass es sich lohnt, selbst aktiv zu werden. Doch Veränderungen fallen einem nicht immer leicht. Wer von uns kennt ihn nicht, den inneren Schweinehund oder andere Hürden.

Aktiv Leben mit Krebs konzentriert sich dabei auf die Lebensstilbereiche Bewegung, Ernährung, Nichtrauchen und Sonnenschutz. Zu jedem Themenbereich gibt es aktuelle, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen. Zahlreiche Tipps zeigen, wie Sie diese Empfehlungen im Alltag umsetzen und Hürden meistern können. Kurze Videos begleiten alle Kapitel.

Selbsttest Lebensstil

Mit den folgenden Fragen finden Sie heraus, in welchen der vier Bereiche Bewegung, Ernährung, Nichtrauchen und Sonnenschutz Sie am besten unterstützt werden können. Bestehen seit der Krebserkrankung Probleme, zum Beispiel beim Essen oder haben Sie Schwierigkeiten, Ihr Gewicht zu halten? Oder haben Sie Schmerzen bei Bewegung? In diesen Fällen und bei anderen Beschwerden im Zusammenhang mit der Erkrankung oder Behandlung empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Arzt auszutauschen.

Hinweis zum Datenschutz: mit dem Klick auf "Jetzt starten" erklären Sie sich einverstanden, dass...
Jogging im Wald

Um 10 Jahre…

… verkürzt Rauchen durchschnittlich die Lebenserwartung. Je früher man mit dem Rauchen aufhört, desto schneller sinken die Risiken für Erkrankungen und vorzeitigen Tod. Machen Sie jetzt den Rauchstopp!

Nur 4% aller Versuche...

… ohne Unterstützung mit dem Rauchen aufzuhören, sind erfolgreich. Suchen Sie sich jetzt passende Unterstützung!

90% der an Lungenkrebs Erkrankten…

... sind aktuell Raucher oder Ex-Raucher. Werden Sie jetzt rauchfrei und verbessern Sie Ihre Chancen auf ein gesundes Leben.

Alle 4 Sekunden…

… stirbt ein Mensch weltweit an den Folgen des Rauchens. Machen Sie jetzt den Rauchstopp!

20 Mrd. € pro Jahr…

Gesundheitskosten verursacht Rauchen in Deutschland. Sparen Sie mit – machen Sie jetzt den Rauchstopp!

100 Säcke Kartoffeln…

… ca. 1000 Kilogramm Käse und um die 10.000 Eier isst ein durchschnittlicher europäischer Mensch im Lauf seines Lebens - verteilt auf etwa 100.000 Mahlzeiten. Wie Sie Ihren Speiseplan darüber hinaus gestalten, liegt in Ihrer Hand.

4 Millionen Menschen…

… in Deutschland gelten als Langzeitüberlebende: ihre Krebserkrankung liegt mindestens 5 Jahre zurück. Trotz Heilung haben sie teilweise mit starken Langzeitnebenwirkungen zu kämpfen, z. B. Erschöpfung, Schmerzen, Ängste, Depressionen. Durch eine gesunde Ernährung können Sie Ihr Allgemeinbefinden und Ihre Lebensqualität verbessern! Oft lassen sich dadurch sogar therapiebedingte Nebenwirkungen lindern.

Hippokrates wusste schon vor 2500 Jahren…

… „wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundung gefunden.“
Dies gilt insbesondere auch für Krebspatient*innen, denn das Rückfallrisiko kann durch eine gesunde Ernährung reduziert. Werden Sie jetzt aktiv!

5000 Sinnenzellen…

… befinden sich ca. in 1 cm2 Haut. Sie leiten die Informationen über Wärme und Kälte, Berührungen, Druck oder Schmerz an unser Gehirn weiter. Informationen über die Stärke der ultravioletten -Strahlung jedoch kann uns unsere Haut nicht liefern – erst wenn es schon „zu spät“ ist – z.B.  in Form eines Sonnenbrandes. Schützen Sie sich und ihre Haut rechtzeitig!

Bis zu 6 Monate…

… nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung kann die Empfindlichkeit der Haut gegenüber ultravioletter Strahlung erhöht sein. Auch andere Medikamente können fotosensibilisierende Substanzen enthalten. Fragen Sie nach solchen Nebenwirkungen und schützen Sie sich und Ihre Haut vor der Sonne!

Etwa 1000 Mal im Leben…

… erneuert sich die Haut eines Menschen. Kontinuierlich werden neue Hautzellen gebildet, so dass sich die Oberhaut ca. alle vier Wochen erneuert. Die Bildung der neuen Zellen erfolgt durch die Stammzellen. Ultraviolette Strahlung kann bis zu ihnen durchdringen und die Zellen dauerhaft schädigen – innerhalb von Sekunden. Schützen Sie Ihre Haut!

7 Stunden, 7 Minuten und 42 Sekunden…

… benötigte die 91-jährige Amerikanerin Harriette Thompson beim Suja Rock‚n’Roll-Marathon 2014 in San Diego. Erst mit 76 Jahren hatte sie mit dem Laufen angefangen – nach überstandener Krebserkrankung. Werden auch Sie jetzt aktiv! Es muss natürlich kein Marathon sein, aber regelmäßige Bewegung lohnt sich auf jeden Fall!

150 Minuten moderate Bewegung…

…  werden Krebspatient*innen pro Woche mindestens empfohlen. Heute weiß man, dass Sport und Bewegung die Wirkung einer Therapie positiv beeinflussen, Nebenwirkungen reduzieren und das Erschöpfungssyndrom verringern können. Klären Sie bei einem Arztgespräch, was für Sie am besten geeignet ist!

Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung…

… bewegt sich zu wenig. Analysiert wurden Daten von 358 Umfragen mit 1,9 Millionen Personen weltweit. Etwa zwei Milliarden Menschen bewegen sich weniger als 150 Minuten moderat pro Woche. In den westlichen Industrieländern war die körperliche Aktivität besonders gering. Bringen Sie jetzt mehr Bewegung in Ihren Alltag!

In 3600 Vereinen…

… des Deutschen Behindertensportverbandes können Patient*innen Rehabilitationssportangebote wahrnehmen. Suchen Sie sich einen Anbieter in Ihrer Nähe und verbessern Sie Ihre Ausdauer und Kraft sowie Koordination und Flexibilität.

Etwa eine halbe Million Menschen…

… erkranken jährlich neu an Krebs. Je früher die Krebserkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Lassen Sie sich beraten!

Rund 2,8 Millionen Frauen…

… nahmen im Jahr 2018 an der Brustkrebsfrüherkennung des Mammographie-Screening-Programms teil. Das Mammographie-Screening-Programm wurde 2002 vom Bundestag beschlossen und seit 2009 werden alle Frauen zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre zum Screening eingeladen.

Seit den 1970er Jahren…

… hat sich die Zahl der jährlichen Krebs-Neuerkrankungen fast verdoppelt. Diese Entwicklung hängt unter anderem mit der gestiegenen Lebenserwartung, verbesserten Entdeckungsraten für Krebs und vermutlich auch mit Lebensstilfaktoren zusammen.